Leichtes Aufatmen bei den oö. Arbeitskräfteüberlassern

am Donnerstag dem 12. November 2009 um 03:18 Alter: (vor 261 Tagen)

Das zweite Quartal 2009 brachte für die oö. Arbeitskräfteüberlasser eine Erholung. Die bran-chenspezifischen Konjunkturindikatoren haben sich großteils verbessert, geht aus der aktuellen Konjunkturbeobachtung hervor, die von der KMU Forschung Austria im Auftrag der Allgemeinen Fachgruppe des Gewerbes in der WKO Oberösterreich erstellt wurde.

„Und dieser Trend hat sich laut gegenwärtiger Wahrnehmung der Arbeitskräfteüberlasser im dritten Quartal positiv fortgesetzt", sieht Fachgruppenobmann KommR Gerhart Zehetner berechtigten Anlass zum Durchschnaufen, weil es den Anschein hat, „dass in vielen Bereichen, in denen die Zeitarbeitbranche tätig ist, ein Ende der Wirtschaftskrise absehbar ist."

Bei den von der KMU Forschung Austria befragten Unternehmen stieg im Zeitraum April bis Juni die Zahl der aktiven Kunden bereits wieder um 20,3 Prozent. Im ersten Quartal war hier noch ein 0,7-prozentiges Minus zu verzeichnen. Gleichzeitig sank der Anteil jener Unternehmen, die überlassene Mitarbeiter aufgrund von Auslastungsproblemen ihrer Kunden zurückbekommen haben, von 68,2 auf 59,4 Prozent. Das spiegelt sich auch in der Rückstellquote, also dem Anteil der zurückgestellten Arbeitskräfte an den überlassenen Mitarbeitern, wider. Diese sank im zweiten Quartal von 6,1 auf 3,9 Prozent. Als Signal für eine spürbare Erholung wertet Fachgruppenobmann Zehetner auch den rückläufigen Anteil der aufgelösten Dienstverhältnisse an den Dienstverhältnissen aller zurückgestellten Arbeitskräfte. Er reduzierte sich von 58,9 auf 46,5 Prozent.

Dass die Dienstleistungen der Arbeitskräfteüberlasser in Wirtschaftskreisen wieder vermehrt nachgefragt sind und der Konjunkturmotor wieder flotter zu laufen beginnt, liest Zehetner auch aus dem Umstand heraus, dass 50 Prozent der Betriebe offene Stellen mangels geeigneter Kandidaten nicht besetzen konnten. Drei Monate zuvor waren es erst 40 Prozent.

Ob sich die positiven Aufwärtssignale auch im letzten Quartal fortsetzen werden, macht Fachgruppenobmann Zehetner auch maßgeblich von der Witterung abhängig. Ist es beispielsweise dem Gewerbe und Handwerk möglich, witterungsbedingt weiterzuarbeiten, darf man auch eine weitere Entspannung der Lage setzen, zieht allerdings umgekehrt ein strenger Winter ins Land, könnte das den sich abzeichnenden Aufwärtstrend neuerlich bremsen.

Außer Zweifel steht für Fachgruppenobmann Gerhart Zehetner allerdings, dass die Branche der Arbeitskräfteüberlassung nach der Krise rasant wachsen wird - auf jeden Fall deutlich über der Vorstellungskraft all jener, die der Branche eher skeptisch gegenüberstehen. Bestätigt fühlt sich Zehetner in dieser Aussage auch von zahlreichen international anerkannten Wirtschaftsforschungsinstituten, denn eines ist klar: Die Arbeitskräfteüberlassung ist als leistungsorientierte, flexible Beschäftigungsform nicht mehr als der modernen Arbeitswelt wegzudenken.